Weinkollegium verkostet amerikanische Weine

Der Oktoberstammtisch des Weinkollegiums beschäftigte sich mit Weinen aus den USA. Ursprünglich wollten wir uns mit Weinen aus Neu Schottland beschäftigen, jedoch gestaltete sich die Beschaffung der Probenweine als undurchführbar.
25 Mitglieder und Freunde des Weinkollegiums konnte Schultheiß Hans-Peter Schüz im Stammlokal ?Heilig Grab? der Familie Schöneberger an diesem Abend begrüßen, darunter das Ehrenmitglied Willi Zimmer, mit Gattin.
6 Weine hatte Herr Schüz, der auch diese interessante Weinprobe gestaltete, zur Verkostung ausgesucht:
1) 2016er Pinot Grigio (Grauburgunder) aus dem renommierten Weingut Canyon Road, Central Valley, Kalifornien.
2) Ein Chardonnay ?Night Harvest? wobei der Name Programm ist, denn der weltbekannte Winzer R. H. Phillips erntet die Trauben ausschließlich bei Nacht.
3) 2017er Classic Zinfandel, ein Roséwein aus dem Weingut Beringer. Die Vorfahren des Beringers wanderten 1876 aus Mainz ein.
4) Mit dem 2016er Valley Oaks Zinfandel vom Weingut Fetzer kamen die roten Sorten zum Zuge.
5) Nummer 5 war ein 2016er Merlot-Cuvèe mit dem phantasievollen Namen ?Velvet Devil Merlot? aus dem Columbia Valley.
6) Den Abschluss bildete ein 2014er Chateau Ste. Michelle Syrah aus dem Columbia Valley in Washington State.
In seinem mit viel Aufwand erarbeiteten Vortrag beschrieb Herr Schüz nicht nur detailreich die präsentierten Weine, sondern gab auch eine Vielzahl von Informationen, den Weinbau in den USA betreffend. Die Weinanbaufläche der USA beträgt etwa 419 000 ha und ist damit über vier mal größer als die Deutschlands. Mit einem jährlichen Durchschnittsertrag von 18,5 Millionen Hektoliter sind die USA nach Frankreich, Italien und Spanien der viertgrößte Weinerzeuger. Im Vergleich zu Deutschland und Europa sind die gesetzlichen Regeln für die Weinerzeugung in den USA viel weitmaschiger. Dies und die Tatsache, dass es sich bei allen verkosteten Weinen um Cuveés handelt, könnte, so Weinfachmann Willi Nickenig, richtungsweisend für Deutschland sein.
Die nicht unbedarften Weinfreunde des Weinkollegium waren von der Qualität der Weine angenehm überrascht. Dabei bewegen sich die Endverbraucherpreise der verkosteten Weine in einem Bereich von Euro 6,50 bis 14,90 je Flasche.
Es war ein Abend mit viel Genuss und einer weingenießerischen Horizonterweiterung für den die stellvertretende Vorsitzende, Frau Hennemann viele Worte des Dankes an Herrn Schüz richtete.

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