Archiv fuer März, 2011

Mrz
14

Konvent des Weinkollegiums



Zum Konvent (der Jahreshauptversammlung) des Weinkollegiums konnte Schultheiß Hans Peter Schüz zahlreiche Mitglieder begrüßen. Er ließ die Höhepunkte des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und erwähnte dabei insbesondere das Treffen der Mittelrheinischen Weinbruderschaften in Boppard. Der Bericht der Kassenverwalterin fand die Zustimmung der Mitglieder. Die anschließenden Neuwahlen brachten keine Veränderungen, sodass Hans Peter Schüz, Brunhild Hennemann, Willi Zimmer, Petra Linnenweber und Hans-Hermann Oehl dem Vorstand weiterhin angehören.

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Besonders erfreulich war es, dass drei neue Mitglieder feierlich aufgenommen werden konnten. Über weiteren Zuwachs würde sich das Weinkollegium sehr freuen. Das Programm für 2011 wurde vorgestellt und es lässt wieder viele interessante Veranstaltungen erwarten. Beim nächsten Stammtisch im „Weinhaus Heilig Grab“ am Montag, den 04.04., hält der Sommelier Peter Gebler einen Vortrag zum Thema „Wetter und Wein“.

Hans – Hermann Oehl

Mrz
7

Wein in anderen Kulturkreisen



Das Weinkollegium eröffnete den Reigen seiner Stammtischabende im neuen Jahr mit einem Vortrag von Pfarrer a.D. Walter Krause zum Thema „Wein in anderen Kulturkreisen“.

Eine große Mitgliederschar folgte mit Interesse den Ausführungen von Pfr. Krause. Er wies zu Beginn darauf hin, dass zu allen Zeiten Wein getrunken worden sei und dass immerhin aus rund 240 verschiedenen Pflanzen „Wein“ hergestellt würde.
Die Wiege des Weins liege wohl eindeutig in Mesopotamien. Schon bei den Hieroglyphen gäbe es den Weinstock als besonderes Zeichen. Bei TUTANCHAMUN habe es Krüge gegeben, in welche die Rebsorte, der Jahrgang und der Hersteller eingeritzt waren, gleichsam eine frühe Form der „Etikettierung“. Die Römer hätten immerhin wohl 80 Sorten Wein gekannt, und bei Darius, dem Perserkönig, habe auf dem Grabstein gestanden: „Ich konnte viel Wein trinken und es auch vertragen.“ Von Herodot werde berichtet, dass die Perser wichtige Dinge im Rausch beschlossen und dann nüchtern bekräftigten und umgekehrt. Im Buddhismus, im Hinduismus und im Islam sei der Wein zwar verboten, aber Klöster und christliche Schänken seien auch oft für Mohammedaner beliebte Ziele, außerdem habe Mohammed den Weingenuss erst verboten, nachdem er die Folgen des übermäßigen Genusses bei einer Hochzeit erlebt habe. Dass die Ansichten einem ständigen Wandel unterworfen gewesen seien, das könne man z.B. auch daran erkennen, dass „Suleiman, der Prächtige“ massiv gegen den Weingenuss vorgegangen sei, das aber sein Sohn „Selim der Säufer“ gewesen sei.
Schließlich sei Wein ja auch immer, wie schon Hippokrates betont habe, ein Heilmittel gegen vielerlei Krankheiten und für das Paradies sei Wein in Fülle versprochen, „aber solcher, der keine Kopfschmerzen verursacht“.
Pfarrer Krause, der auf zahlreichen Reisen nach Israel, Jordanien und in weitere Länder dieser Region viele Erfahrungen gesammelt hat, belegte seine Ausführungen mit einer Fülle von Zitaten aus dem Koran und aus geschichtlichen Dokumenten sowie mit Aussagen von manchem Sultan und von zahlreichen Kalifen so anschaulich, dass die Zuhörer seinen Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit begeistert folgten.

Hans – Hermann Oehl